Soziale Phobie

Alternative Schreibweisen: Soziophobie

Definition und Erklärung zur Soziale Phobie

Unter der Soziale Phobie versteht man die Angst davor, vor Gesellschaft oder Menschen im Allgemeinen/in sozialen Situationen negativ bewertet zu werden

Begriff aus Soziale Phobie und Phobie von altgriech. phobos "Furcht/Angst"

Behandlung / Statistik

Soziale Phobie

Soziale Phobie oder auch soziale Angst bzw. krankhafte Schüchternheit ist ein weitverbreiteter Angstzustand. Damit wird eine übertriebene, das heißt das normale Maß deutlich übersteigende, Angst vor anderen Menschen beschrieben. Das lateinische Fachwort für soziale Phobie ist Anthropophobie. Der Begriff wird aus dem Griechischen hergeleitet, wobei 'anthropos' für Mensch und 'phobos' für Furcht steht.

Jeder Mensch kennt Situationen in denen man sich unwohl oder auch unsicher fühlt. Sei es, weil man mit der Situation überfordert ist und somit an einen gestellte Erwartungen vielleicht nicht erfüllen kann oder aus Angst vor Zurückweisung und Niederlagen. Steigert sich diese Angst zu einem dauerhaften und allgegenwärtigen Zustand, dann spricht man von sozialer Phobie. Betroffene fühlen sich in Gegenwart anderer ständig beobachtet und dies unter kritischen Gesichtspunkten. Durch die so vorhandene Anspannung steigt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich ein Missgeschick passiert und man unangenehm auffällt.
Als eine häufig auftretende Ursache für die Anthropophobie kann ein stark gemindertes Selbstwertgefühl ausgemacht werden. Es fehlt an jeglichem Selbstvertrauen und einer positiven Sichtweise von sich selbst.

Das Problem dabei ist, dass die betroffenen Menschen sich teilweise ganz in sich zurückziehen und den Kontakt zu anderen Menschen weitestgehend vermeiden, weil ihre Angst vor einer schlechten Bewertung einfach zu groß ist. Das Ganze kann bis zur kompletten Isolation gehen und führt dann auch zur Vereinsamung. Gleichzeitig muss dies aber auch als Strategie erkannt werden die Angstzustände zu minimieren, denn ohne Kontakt zu anderen, auch keine auftretenden Ängste.

Durch die Isolation und den fehlenden menschlichen Kontakt sind betroffene Personen teilweise sehr anfällig für unterschiedliche Formen von Sucht.

Ein normaler Lebensalltag ist durch die beschriebenen Merkmale der Anthropophobie so gut wie unmöglich. Denn gerade alltägliche Situationen, wo ein zwischenmenschlicher Austausch erfolgen könnte, werden vermieden. So werden Einkaufsmöglichkeiten, Feste, Bars etc. nicht mehr aufgesucht. Neben den selbstauferlegten privaten Restriktionen sind aber auch Auswirkungen im Berufsleben unumgänglich.

Da es sich bei der sozialen Phobie um einen Angstzustand handelt, gehen damit in der Regel bestimmte körperliche und kognitive Symptome einher. Diese treten dann auf, wenn die Betroffenen ungewollt Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen müssen. Körperliche Beschwerden sind u.a. Schwitzen, starkes Herzklopfen, Atemnot, Übelkeit oder Verspannung. Als emotionale Merkmale zählen Selbstzweifel in jeglicher Form.

Auch die soziale Phobie kann behandelt werden und es spricht nichts gegen eine dauerhafte Heilung. Zu den wichtigsten Therapieformen zählen die Selbsthilfe, die Psychotherapie und auch die Pharmakotherapie. Je nach Ausprägung werden auch alle drei Wege der Therapie kombiniert.

Spezielle Sonderformen der sozialen Phobie sind z.B. die Redeangst oder die Angst vor Kritik.

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